Folge 29: Smart Dynamic Public Lighting (SDP)
Shownotes
In dieser Folge von TransformationsChampions begrüßen wir Manuel Weber-Grill, verantwortlich für Innovation und technische Entwicklung bei der SDP GmbH. Er stellt das Projekt „Smart Dynamic Public Lighting“ (SDP) vor, das im Rahmen des Reallabors R_Lab Mobility im Regensburger Stadtraum getestet wurde.
Im Gespräch erklärt Manuel Weber-Grill wie adaptive Straßenbeleuchtung mittels lokaler KI-Erkennung bedarfsgerecht gesteuert werden kann, ganz ohne Bildübertragung oder Datenschutzprobleme.
Wir sprechen darüber, warum Feldtests im Reallabor „hart und ehrlich“ sind, wie wichtig das Feedback von Anwohnern und die optische Wirkung im öffentlichen Raum sind und warum ehrliche Transformation ein konkretes Problem lösen muss, statt nur bestehende Prozesse digital anzumalen.
Relevante Links und Kontaktdaten:
Web: https://www.mobilitylogistics.de/mobility/daten-vernetzung/projekt-sdp
LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/transform-r/
Kontakt zu Manuel Weber-Grill: https://www.linkedin.com/in/manuel-sascha-weber-grill-621336220/
Transkript anzeigen
00:00:02: Die Grundfrage, die wir uns eben gestellt haben kann Beleuchtung nur dann und dort stärker aktiviert werden wo sie auch wirklich gebraucht wird.
00:00:08: Das ist heutzutage einfach ein großes Problem.
00:00:11: Wir hatten uns einfach das Ziel gesetzt weniger Lichtverschmutzungen, ein hohes Sicherheitsgefühl und natürlich weniger Energieverbrauch.
00:00:20: Man kann einfach sagen im Labor gibt man schnell aber draußen sagt einem die Realität wo man wirklich gelogen hat, wo man Sachen geflunkert oder sich schön geredet hat.
00:00:30: Transformations Champions, der Podcast des Projekts Transform R. Mein Name ist David Rollerser vom Cluster Mobility & Logistics und ich wünsche Ihnen viel Spaß bei dieser Folge!
00:00:47: Heute schauen wir erneut ins AirLab-Mobilität in Regensburg.
00:00:51: Dort werden innovative Technologien unter realen Bedingungen getestet um Städte nachhaltiger sicherer und lebenswerter zu machen.
00:01:00: Ein spannendes Beispiel ist das Projekt Smart Dynamic Public Lighting, kurz SDP.
00:01:07: Gemeinsam mit unserem heutigen Gast möchten wir verstehen welchem Beitrag intelligente Straßenbeleuchtung für die Mobilität der Zukunft leisten kann und welche Rolle das Trial-Abo dabei spielt.
00:01:20: Herzlich willkommen Manuel Webergrill von der STP GmbH!
00:01:24: Hallo Manu Könntest du dich und die STP GmbH zu Beginn einmal vorstellen?
00:01:31: Natürlich sehr gerne.
00:01:32: Mein Name ist Manuel Weber-Grill, ich bin bei der STP im Bereich Innovation Projektleitung und Technische Entwicklung unterwegs.
00:01:40: Mein Schwerpunkt liegt auf Prototypen neuen Technologien so alles Richtung Innovation und Innovationsmanagement und deren Überführung in reale Anwendungen.
00:01:52: Die SCP entwickelt seit dem Jahr zwei Tausend Achtzehn technische Lösungen an der Schnittstelle von Hardware, Software Embedded System Automotive Technologie und eben seit ein paar Jahren auch Richtung SmartCity-Anwendungen.
00:02:08: Im Projekt geht es darum, Technologien nicht nur theoretisch zu denken sondern draußen im echten Betrieb auch wirklich testen zu können.
00:02:17: Vielen Dank, dass du zugesagt hast und dich bereit erklärt hast hier mitzumachen.
00:02:22: Dann kommen wir auch gleich zur Einstiegsfrage Was bedeutet Transformation für Dich persönlich?
00:02:29: Transformation heißt für mich nicht nur über Veränderung reden sondern Systeme wirklich anders denken.
00:02:38: Es geht immer nicht darum bestehende Prozesse digital anzumahlen Sondern neue Möglichkeiten sind voll wirklich sinnvoll und effektiv nutzbar zu machen.
00:02:49: Besonders spannend wird die Transformation dort, wo Technik-, Menschen- und reale Umgebungen wirklich zusammenkommen.
00:02:57: Für mich ist eine Transformation aber dann erfolgreich wenn daraus ein konkreter Nutzen entsteht und nicht nur ein schönes Konzeptpapier.
00:03:08: Sehr gut!
00:03:09: Welche Rolle hast du im Projekt MAD Dynamic Public Lighting gehabt?
00:03:13: Ich war im Projekt stark in der technischen Konzeption unterwegs, auch in der Koordination und mit einer Umsetzung und Entwicklung mit eingebunden.
00:03:23: Dazu gehörten natürlich Abstimmungen externen Partnern mit der Stadt Regensburg, mit der Techbase.
00:03:30: Mit internen Entwicklern und natürlich auch externen Stakeholders.
00:03:33: Ich habe mir dafür gesorgt dass aus einer Idee ein reales Testsystem im öffentlichen Raum wirklich wurde.
00:03:40: man könnte einfach sagen also ich hab nicht nur Powerpoint erstellt und präsentiert sondern ich habe wirklich Prototypen mit entwickelt.
00:03:52: Wir haben die Feldtests zusammen gemacht, wir haben Daten zusammengesammelt.
00:03:56: Wir haben Probleme gehabt und Herausforderungen gehabt.
00:03:59: Wir besuchten Lösungen für diese Sachen zu finden.
00:04:02: Und natürlich war ich auch mit dabei bei den Anpassungen und habe meinen Input zur Umsetzung der Anpassung mit beigetragen.
00:04:11: Also viele praktische Erfahrungen damit gesammelt?
00:04:14: Definitiv!
00:04:15: Wenn du deine Rolle im Projekt STP in einem Satz beschreiben möchtest... Was bringt die STP-GmbH in das RLAB Mobilität ein?
00:04:25: Die STP GmbH bringt technische Entwicklungskompetenzen, Prototypingerfahrungen, die wir natürlich über die Jahre gesammelt haben und den Mut mit neuen Mobilitäts- und Smart City Technologien unter echten Bedingungen zu testen.
00:04:41: Warum eignet sich so einen Realabor besonders gut um eine Technologie wie jetzt das STP zu entwickeln und zu testern?
00:04:52: Ich wollte die Frage gleich direkt beantworten.
00:04:54: Gerne, mach ruhig!
00:04:57: Das
00:04:57: ist nämlich eine meiner Lieblingsfragen.
00:05:00: Diese Frage wurde in den vergangenen Halt natürlich immer sehr oft gestellt und bei der Real Labor ist das Schöne.
00:05:05: Es zeigt einfach Dinge, die du im Labor nicht simulieren kannst, die im Labor niemals auftreten und natürlich auch nicht bei den Einzel-Tests, die wir so durchgeführt haben.
00:05:16: Da sind Faktoren und Parameter.
00:05:19: auf muss man erst mal sich selbst einstellen.
00:05:24: Auch in der Entwicklung schon, manche Sachen sind wirklich bekannt aber auch viele, viele Sachen die eben Einflüsse auf diese Sachen also auf dieses Komplettsystem haben, die relativ schwierig sind wie ich es schon gesagt habe zu simulieren.
00:05:38: da kommen dann Sachen hinzu wie Wetter das Lichtempfinden der Fußgänger die dort entlang fahren, der Anwohner Die Akzeptanz alle darauf reagieren, wie gut es ankommt.
00:05:51: Themen wie Wartung, Funkverbindung oder auch die realen Bewegungsmuster.
00:05:55: natürlich können wir wenn wir ein Paar bei uns vor Ort bei der Firma aufbauen können wir natürlich Bewegungs-Muster simulieren aber das ist nicht im Verhältnis zu setzen zu den Realbedingungen außerhalb und... Gerade Themen wie Beleuchtung sind einfach im öffentlichen Raum, wo wirklich Anwohner und Fußgänger oder Radfahrer oder sei es was auch immer dort unterwegs ist.
00:06:18: Das ist sehr extrem kontextabhängig.
00:06:20: Und man darf halt nicht vergessen nur weil das technisch funktioniert heißt es noch lange nicht dass es draußen wirklich angenehm ist oder auch sicher ist oder wirklich einen praktischen Nutzen hat.
00:06:30: Im AirLab konnten wir eben sehen wie Technik mit Startinfrastruktur und Menschen interagiert.
00:06:37: Das war ein sehr, sehr spannendes Jahr einfach!
00:06:41: Das ist zwar unbequem vor allem wenn man ein negatives Feedback kriegt aber das ist wirklich wertvoll auch im Zuge der Anpassungen gewesen... ...der Modifikationen die wir selbst noch vorgenommen haben und man kann einfach sagen im Labor gibt man schnell aber draußen sagt er mir die Realität wo?
00:07:02: ... man wirklich gelogen hat, wo man Sachen geflunkert hat oder sich schön geredet hat.
00:07:07: Weil für einen Entwickler selbst sind Sachen legitim!
00:07:09: Es gefällt einem... Man ist bei einem System von vornab mit dabei.
00:07:13: aber da ist eben dann die Frage... Lüg ich mir selbst was vor?
00:07:16: Flunkere ich mich ein bisschen an und das ist natürlich wirklich notwendig im Real-Labor sowas testen zu können und dann eben Feedback zu erhalten.
00:07:25: Also ein Real-Labor ist ehrlich?
00:07:28: Definitiv, definitiv ehrlich hart und ehrlich
00:07:32: Hart und ehrlich.
00:07:33: Dann hast du es schon ein bisschen angesprochen, Thema Beleuchtung.
00:07:37: Worum geht das bei dem Projekt STP konkret?
00:07:40: Und welche Fragestellungen wolltet ihr im Projekt RLAB Mobilität damit beantworten?
00:07:45: Wir haben mit diesem Projekt, mit diesem Aufbau den wir da entwickelt haben untersucht wie Straßenbeleuchtungen adaptiv sprich bedarfsgerecht gesteuert werden kann.
00:07:57: Die Grundfrage die wir uns eben gestellt haben kann Beleuchtung nur dann und dort stärk aktiviert werden, wo sie auch wirklich gebraucht wird.
00:08:04: Das ist heutzutage einfach ein großes Problem.
00:08:07: man sieht das nachts egal wo man unterwegs ist teilweise wenn es bewölkt ist oder der Himmel also die etwas nebel ist.
00:08:16: dann leuchten Städte in strahlenden bunten Farben und da ist eben dann die Frage ob das wirklich so notwendig ist oder ob man das einfach effizienter gestalten kann.
00:08:26: Wir hatten uns einfach das Ziel gesetzt, weniger Lichtverschmutzung ein hohes Sicherheitsgefühl und natürlich weniger Energieverbrauch.
00:08:36: Das Ganze so zu gestalten dass wir eine wirklich intelligente Laterne entwickeln können aber den Energie Verbrauch nicht erheblich in die Höhe treiben sondern irgendwo auch alleine mit dem Faktor Energie verbrauchen Effizienz konkurrenzfähig bleiben können mit unserem System.
00:08:57: Der Anwendungsfall wurde eben deswegen gewählt, weil öffentliche Beleuchtung einfach jeden trifft.
00:09:02: Gleichzeitig gibt es so einfach einen riesen Potenzial für Effizienz und intelligente Steuerung.
00:09:10: Wie funktioniert die adaptive Beleuchten grundsätzlich?
00:09:13: Welche Daten habt ihr da erfasst und wie fließen die Daten dann in die Steuerung mit ein?
00:09:18: Die Beleustung reagiert auf erkannte Bewegungen oder Situation im Umfeld.
00:09:25: Es geht beispielsweise darum, Fußgänger, Radfahrger und Bewegungsrichtungen zu erkennen dass wir eben nicht einen Bewegungsmelder-Effekt haben wenn sich Personen in einem Ausleuchtungsbereich stillhalten sitzen und dann plötzlich weil der Timer das Bewegungsmeldersystem abgelaufen ist im Dunkeln sitzen.
00:09:47: Dengel die wir daraus ableiten können.
00:09:51: welche Bereiche oder welche Sektoren in unserem Regensburger Anwendungsfall sollen einfach heller werden.
00:10:00: Und wir sind natürlich hier in einem sensiblen, in einer sensibleren Thematik da wir ja was man auch überall nachlesen kann Kameras verwenden und ein KI-System.
00:10:12: Wir wollten allerdings dass die Verarbeitung lokal erfolgt Brich.
00:10:18: kurz gesagt wir haben einen System mit einer KI-Detektion entwickelt, das Lokal in jeder Laterne funktioniert ohne eine Anbindung außerhalb zu haben.
00:10:29: Somit haben wir datenschutztechnisch keine Probleme, weil wir keinen Bildstream haben und wir haben kein Backend oder nichts dergleichen auf dem die Videodateien oder Bilddateien oder Rohdaten irgendwie verarbeitet werden.
00:10:43: Ein wichtiger Punkt ist es geht hier definitiv nicht um Überwachung, sondern wirklich um eine situative Steuerung.
00:10:53: Die Frage war ja auch was wir für Daten einsehen können und auch konnten und mit gelockt haben.
00:11:01: das sind Sachen wie Schaltzustände Akkuzustand Aktivierungszeiten oder auch angesteuerte Bereiche.
00:11:08: sprich wir wissen nur hier ging jemand.
00:11:11: Wir wissen nicht wer ging da?
00:11:12: Wie alt war die Person Welches Geschlecht?
00:11:15: Wir wissen gar nichts.
00:11:16: Wir wissen, okay hier ist jemand entlang gelaufen und das war ein wichtiger Datenfaktor um dann eben auch zu sehen in welchen Zeitbereichen
00:11:27: ab
00:11:27: Dunkelheitseinbruch sind überhaupt Personen auf diesem Weg unterwegs.
00:11:32: Sind die Laternen dann unter sich verbunden oder steht jede allein für sich als System?
00:11:38: Teils teils Also agieren tun alle Systeme einzeln, jede Laterne einzeln.
00:11:43: Wir haben ein Kommunikationsnetzwerk zwischen den Laternen.
00:11:47: Dieses ist allerdings dafür da dass wir nicht in die Problematik laufen einen dunklen Ausleuchtungsbereich zu haben.
00:11:54: sprich eine Laterne überträgt eine Information.
00:11:58: Achtung hier kommt jemand und die nächste Laterne steuert entgegengesetzt den letzten Sektor quasi an dass der Fußgänger niemals oder Radfahrter niemals irgendwo in einer dunklen Zone unterwegs ist, sondern immer angemessen ausgeleuchtet wird.
00:12:15: Sehr spannend!
00:12:16: Du hast davor die Daten angesprochen, die gesammelt werden.
00:12:18: Welchen Mehrwert liefern diese Daten für die Stadtentwicklung und
00:12:23: auch
00:12:23: das Mobilitätsmanagement?
00:12:26: Das ist natürlich eine sehr gute Frage.
00:12:28: Wir haben und waren auch schon sehr stark im Austauschstamm mit der Stadt Regensburg, wie weit die Daten sinnvoll oder verwertet werden können und wo der Mehrwert dieser Daten ist.
00:12:40: Und dann kann natürlich die Stadt besser verstehen, wie ich es schon angesprochen habe.
00:12:45: Wo werden Infrastrukturen stärker genutzt?
00:12:48: Wo werden sie weniger genutzen?
00:12:50: Dann gibt das natürlich Hinweise, welche Wege werden stärker frequentiert als andere?
00:12:55: Somit könnte man auch sicherstellen, dass beispielsweise im Rahmen der E-Mobilität der e-Bikes dort eben Ladestationen integriert werden anhand dieses Weges.
00:13:05: Weil dort einfach mehrere Menschen unterwegs sind und man sicherstellen könnte das diese Sachen auch genutzt werden weil so eine E-Ladestation für Fahrräder bringt nichts an wegen wo keiner unterwegs ist.
00:13:15: Und natürlich sind auch die Betriebsdaten, die wir, die ich schon angesprochen habe, die sind sehr interessant.
00:13:20: oder können wir rausrechnen Wie hoch war der Energieverbrauch?
00:13:25: Wie war die Funktionalität wirklich insgesamt im kompletten Ablauf.
00:13:29: Gab es Ausfälle, gab es Problematiken, gabes Themen das die Solarspannung oder die Ausrichtung des Solarpänen nicht effektiver?
00:13:37: gab es Einschränkungen in der Akkuladung?
00:13:40: solche Sachen sind natürlich für uns relevant.
00:13:43: klar hier gehts einfach auch mehr den Fokus um die Stadt und die anderen Stakeholder, die dann noch mit involviert werden.
00:13:52: Langfristig können solche Daten helfen Beleuchtung Wegführungen Sicherheit und Aufenthaltsqualität auch besser zu planen.
00:14:00: durch das man auch erkennt okay wenn jetzt hier Gruppierungen öfter mal irgendwo stehen Gruppierung in denen sind das Bereiche ohne Bewegungsmuster dass keine Information zur Nachbarlatern weitergegeben wird sondern in einem In einem Feld der Erkennung sage ich jetzt mal mehrere Personen stundenlang sich aufhalten, ohne dass irgendwer nach links und rechts geht.
00:14:24: Könnte man da auch der Sache mal auf den Grund geben gibt es doch Problematiken ist trifft sich da einfach jemand.
00:14:30: Wir haben natürlich trotzdem keine Ahnung, wer da überhaupt drum steht.
00:14:33: Ob da jemand sitzt oder steht aber wir sehen halt anhand des Bewegungsmusters unsere Segmenten.
00:14:38: okay hier ist ein Aufenthalt und solche Informationen sind auch recht interessant für die Stadt.
00:14:45: Also
00:14:46: sehr viele wertvolle Informationen, nicht nur für die Stadt auch für weitere Stakeholder.
00:14:52: Da möchte ich gleich zur nächsten Frage überleiten – wie hat die Zusammenarbeit mit den Stakeholders und der Stadt in der Praxis funktioniert?
00:14:59: Darüber
00:15:00: lässt sich eigentlich nichts beklagen!
00:15:02: Wir haben ein reibungsloses Miteinander gehabt.
00:15:05: Wir waren sehr viel in Abstimmung.
00:15:07: Sehr viel Abstimmungen mit der Techbase, sehr viel Abstimmung.
00:15:14: sehr auf uns zugekommen, haben Informationen weiter gegeben.
00:15:17: Haben Anmerkungen weitergegeben.
00:15:19: Wir haben auch zusammen über gewisse Themen oder Problematiken herausborderungen haben wir zusammen gebrainstormt.
00:15:25: man kann einfach kein schlechtes Wort verlieren.
00:15:28: das war eine wirklich sehr gute Zusammenarbeit.
00:15:31: die Stadtverwaltung hat sich um in dem Fall des TV-Amts tatsächlich um diese Themen für den Aufbau gekümmert und separat noch Stromzeller mit integriert.
00:15:42: Das war alles reibungslos, immer wenn wir jemanden gebraucht haben.
00:15:46: Hat das auch perfekt funktioniert?
00:15:49: Wie ich schon gesagt habe gibt es einfach nicht anzumerken.
00:15:52: Sehr gut!
00:15:53: Was habt ihr aus dem Projekt herausgenommen?
00:15:55: Was war bisher dein wichtigstes Learning aus dem Projekt?
00:15:58: Gab es Ergebnisse, Erkenntnisse oder Entwicklungen die dich überrascht haben?
00:16:02: Die gab's definitiv so... Das größte Learning was hier aus diesem Projekt mitgenommen habe, das hatte ich vorher schon mal kurz angeschnitten.
00:16:11: Das könnte man folgend formulieren dass eben Feldtests definitiv nicht die Verlängerung vom Labor sondern eine eigene Realität sind.
00:16:20: Das ist so eines der größten Themen die wir dort mitgenommen haben wo wir auch sehr gewachsen sind an dieser Herausforderung und... Dinge die technisch plausibel sind, die können halt draußen völlig anders wirken.
00:16:34: Wir haben so enorm viel Nuancen an Anpassungen vorgenommen mit der Zeit als sie dort im Feld test waren.
00:16:42: Das haben wir dokumentiert.
00:16:44: das Dokument ist echt groß und da sind halt so Sachen eingefallen wie die Blendung Lichtfarbe Positionierung Wetter Montage Wartung Die Akzeptanz die optische Wirkung sogar Ja.
00:16:57: Designtechnisch, klar ist das ein Prototyp erst wirklich nicht designfähig und Designer gewinnen wir hiermit nicht.
00:17:04: aber da war auch nicht der Fokus.
00:17:05: Der Fokus war einfach die Technologie so zu bauen dass wir verschiedene Thematiken da wirklich testen können.
00:17:12: und es war auf mit der Zeit auch sehr interessant wie dann diese angesprochenen Nuancen und Variabilität die wir dort integriert haben wirklich für positives Feedback gesorgt haben.
00:17:24: Das waren zum Teil marginale Kleinigkeiten, dass man eine Grundbeleuchtung beispielsweise immer einen Prozentpunkt nach unten gesetzt hat wo man meinen würde wir haben das bei uns im Labor auch getestet und es ist... Wir haben das nicht gesehen Weil wir haben klar, wir haben einen Betonboden der reflektiert statt.
00:17:43: Die haben da keine Sachen wahrgenommen.
00:17:46: aber diese Anmerkung kam eben mal.
00:17:48: so haben wir uns darum gekümmert ein Prozent nach unten gesetzt und sofort positives Feedback bekommen.
00:17:54: was wir auch gelernt haben das ist einfach Steakholder früh genug einzubinden weil wir verstanden haben dass öffentliche Infrastruktur auch emotional wahrgenommen wird.
00:18:06: Das war dieser kleine Einschnitt den ich gemacht habe mit dem der Designfrage und der ästhetischen Wirkung.
00:18:14: Da könnte man, wenn man so etwas nochmals testet oder entwickelt auch andere Firmen die irgendwas in der Richtung entwickeln um es dann in einem realen Board zu testen würde vielleicht empfehlenswert sein etwas zuvor mit abzustimmen in der Design Frage weil da natürlich Feedback wird stark vom Design beeinflusst.
00:18:38: Sehr spannend, also wie ich raushöre habe dir viele Erkenntnisse gewonnen dadurch dass ihr es im VWL-Labor getestet habt.
00:18:46: Du hast auch die erfolgreiche Zusammenarbeit davor angesprochen.
00:18:50: was macht aus deiner Sicht erfolgrechte Transformationsprojekte aus?
00:18:54: Erfolgreiche Transformations Projekte brauchen ein echtes greifbares Problem weil nur neue Technologie Ich kann alles testen, ich kann alles irgendwo entwickeln.
00:19:06: Aber nur wo wirklich echte Probleme vorhanden sind und man durch Einsatz neuer Technologien oder durch Einsatz eines neuen Konsortiums an Technologieren Probleme beseitigen könnte oder Probleme in Angriff nehmen kann dann ist einfach nur ein erfolgreiches, also ein Transformationsprojekt wirklich erfolgreich.
00:19:27: Und... Man muss definitiv mit interdisziplinären Teams arbeiten, weil man so einfach sicherstellt verschiedene Sichtweisen in dem Ganzen mit einbringen zu können.
00:19:38: Auch wenn es oft zu hitzigen Diskussionen und teilweise vielleicht auch unbequem werden könnte.
00:19:45: aber genau das ist einfach das was den Erfolg versprechen wird lehne ich mich jetzt mal ein bisschen aus Fenster um das so zu formulieren.
00:19:53: und es muss halt auch erlaubt sein Unternehmerisch erlaubt sein, wirklich Testdinge zu lernen.
00:20:01: Nicht linear ich arbeite einen Weg entlang sondern die Leitplanken als Unternehmen zu setzen und man bewegt sich oft in solchen Sachen einfach in ein komplett neues Themengebiet.
00:20:16: es ist wichtig verschiedene Ansätze zu verfolgen aber auch zwingend notwendig die Leibplanken sanft zu setzen, um den kreativen Freiraumfall im Zubeginn der Konzeptphase wirklich zu ermöglichen und dann eben zielführend einen Weg einzuschlagen.
00:20:32: Also eine starke Kommunikation untereinander und eine Offenheit gegenüber Kreativität?
00:20:39: Wenn wir in fünf Jahren widersprechen, woran würden wir erkennen?
00:20:42: dass STP und das Erlebmobilität Wirkung entfaltet haben dass
00:20:47: es nicht mehr als Experiment wahrgenommen wird, sondern wirklich ein normaler Bestandteil der jängigen und modernen Stadtinfrastruktur wird.
00:20:57: Somit hätten auch Städte eine bessere Entscheidungsgrundlage für Beleuchtung Energieeinsatz und Mobilitätsräume, das sind alles Themen.
00:21:05: Da würde man einfach sehen okay dieses System ist kein Experiment mehr.
00:21:09: es wird versucht erst weltweit deutschlandweit bundeslandweit in Großstädten mit zu integrieren zu etablieren.
00:21:18: Das Erleb hätte dann auch seine Wirkung entfaltet wenn aus einzelnen Tests wirklich belastbare Lösungen werden und neue Projekte oder konkrete Beschaffungsentscheidungen entstanden sind.
00:21:31: Das ist wirklich die Sachen, die in den RLIBs getestet werden oder in realen Laboren allgemein getestete werden.
00:21:38: Denn wirklich auch die Chance haben sich so weit zu entwickeln dass sie auch wirklich eingesetzt werden das sie auch die chance haben dass dort eben Produkte, die Entwicklungsgeschichten auch mit in den Raum gebracht werden und auch wirklich in die Infrastruktur integriert werden.
00:21:59: Für mich persönlich wäre es halt einfach sehr schön nachts die Sterne wieder effektiv zu sehen.
00:22:06: Deswegen will ich das eben auch sehr begrüßen wenn dieses System sich soweit verbreitet dass wir die Lichtverschmutzung wirklich minimieren können aber nicht dafür sorgen, dass Menschen sich unwohl fühlen.
00:22:19: Also dieser Sicherheitsfaktor ist halt auch ein sehr großer Punkt.
00:22:22: nicht umsonst gibt es eine Grundteiligkeitsbeleuchtung im öffentlichen Raum die sicherstellen muss das die Menschen sich wohl fühlen.
00:22:29: aber ich persönlich würde das begrüßen die Sterne wieder ohne weiteres sehen zu können.
00:22:34: ja ich auch da wünsche euch viel Erfolg.
00:22:36: schau mal in fünf Jahren dann reden wir nochmal.
00:22:40: jetzt sind wir auch schon beim Abschluss unseres Podcasts und da stellen wie immer eine Frage Wie sieht für dich persönlich die Mobilität der Zukunft aus?
00:22:49: Sie ist vernetzt, flexibel und sehr stark wirklich an den Bedarf orientiert.
00:22:58: So dass nicht mehr jedes Problem durch mehr Fahrzeuge gelöst wird, durch mehr ÖPNV oder durch mehr car sharing Fahrzeige sondern einfach eine so effiziente und gut durchdachte Infrastruktur mit einer so intelligenten Steuerung, dass man am besten auf Fahrzeuge die nicht notwendig sind wirklich komplett verzichten kann.
00:23:27: Im Fußgänger Radfahrer ÖPNV wenn es weitergeht.
00:23:33: natürlich müssen immer noch zusammenspielen aber das Thema Individualverkehr müsste schon sehr sehr stark dezimiert werden.
00:23:44: Man darf eben nicht vergessen, die Technik soll dabei unterstützen aber eben nicht im Weg stehen.
00:23:51: und für mich ist gute Mobilität dann erreicht wenn sie sicher effizient intuitiv und sie jeder spüren kann im Alltag.
00:24:01: Das
00:24:01: fand ich einen guten Satz!
00:24:03: Die Technik sollte unterstützen und nicht im wegstehen.
00:24:06: damit sind wir schon am Schluss Unseres Podcast, vielen Dank für den Einblick.
00:24:11: Manuel Weber-Grill von STP GmbH.
00:24:14: Das war ein sehr spannender Einblick in euer Projekt im Real Labor und ich wünsche euch viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft!
00:24:22: Vielen lieben Dank, danke schön!
00:24:43: Folgen Sie uns auch gerne auf LinkedIn und abonnieren sie unseren Newsletter.
00:24:48: Transform Air wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, ab Grund eines Beschlusses des Bundestages!
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